Sie sieht in den Spiegel. Ihr Gesicht ist fad und langweilig. Es ist hässlich.
Sie zupft an ihren glanzlosen Haaren, fährt mit der Hand über ihre unreine Haut und lächelt ihrem Spiegelbild zu. Eine grauenhafte Fratze.
Sie schlägt zu. Ein stechender Schmerz durchzuckt ihren gesamten Arm. Schlag um Schlag ignoriert sie die stärker werdenden Schmerzen. Erst als es rot ins Waschbecken tropft, macht sie eine Pause.
Sie schaut auf. Ihr Spiegelbild liegt in Scherben vor ihr. Noch immer ist ihr Gesicht zu sehen. Es macht sie unsagbar wütend. Zum wiederholten Male hebt sie ihre Hand und schlägt auf die größte aller Scherben. Die scharfen Kanten dringen überall an ihrer Hand ins Fleisch ein. An den verletzten Stellen quillt Blut hervor.
Sie beobachtet neugierig den immer breiter werdenden Fluss Blut, der sich im Waschbecken zu einer wachsenden roten Pfütze sammelt.
Die Scherben stecken immer noch in ihrer rechten Hand. Langsam zieht sie eine nach der anderen heraus und legt sie vorsichtig beiseite. Danach lässt sie kühles Wasser über ihre verletzte Hand laufen. Es stillt leicht den Schmerz.
Aus dem Regal über dem Becken nimmt sie eine Mullbinde, Creme und mehrere Kompressen. Mit einem kleinen Handtuch tupft sie vorsichtig ihre Hand trocken. Die Kompressen legt sie verteilt auf die Schnittwunden, die sie vorher mit etwas Creme versorgt hat. Zuletzt bindet sie ihre schmerzende Hand behutsam ein.
"Was hast du denn gemacht?"
"Ach. Nur ein kleiner Unfall. Hab mir aus versehen in die Hand geschnitten."
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